Judith Butler lehnt Zivilcouragepreis beim CSD-Berlin ab
Montag, 21. Juni 2010 um 05:37 Uhr
EKLAT(PRIDE1.de/ml) Zu einem Eklat ist es am Wochenende beim Christopher Street Day in Berlin gekommen. Die US-amerikanische Philosophin und Philologin sollte mit dem Zivilcouragepreis ausgezeichnet werden. Auf der CSD-Bühne lehnte Butler den Preis dann nach der Laudatio von der Vorsitzenden der Grünen- Bundestagsfraktion, Renate Künast, überraschend ab.
Der CSD-Berlin sei Butler zu kommerziell ausgerichtet und richte sich nicht ausreichend gegen Probleme wie Rassismus oder doppelte Diskriminierung von homosexuell oder transsexuell empfindenden Migranten.
Die Ablehnung des Preises muss für die Veranstalter wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Bereits die Laudatio von Renate Künast verlief mit Pfiffen. Künast hatte den Namen der Amerikanerin mehrfach falsch ausgesprochen.
In ihrer auf Deutsch vorgelesenen Begründung zur Ablehnung des Preises verwies Judith Butler auf den alternativen CSD im Stadtteil Kreuzberg. Hier werden noch die großen Fragen von Krieg und Frieden und sexueller Identität in einer modernen Gesellschaft behandelt, so Butler.
Foto:(cc)Jreberlein,flickr.com
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