Freitag 18.05.2012 05:01:22
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Kulturbrauerei verteidigt Sizzla-Konzert in Berlin

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KONZERT

(PRIDE1.de/ml) Am 26. November soll in Berlin ein Konzert des Dancehall-Künstlers „Sizzla“ stattfinden. Das Aktionsbündnis „Smash Homophobia“ ruft auf der eigenen Internetseite zu einer Absage des Konzerts auf. Als Grund werden homophobe Songtexte von „Sizzla“ aufgeführt (PRIDE1.de berichtete). Der Veranstalter, das Kesselhaus in Berlin, verteidigt das Konzert jedoch und hält nach PRIDE1-Anfrage am Termin fest.

„Auch wir sind gegen Schwulen - und Lesbenfeindlichkeit. Auch wir kämpfen für eine weltweite Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben. Gerade darum ist eine Auseinandersetzung zum Thema Homophobie wichtig, besonders an einem Ort wie Deutschland. Das wir das intensiv tun, können Sie an unserem Engagement in den letzten vier Jahren erkennen. Mehrere Konzerte wurden im Verständnis aller Betroffenen abgesagt. Trotzdem sind die Künstler an anderen Orten in Berlin aufgetreten, ohne dass eine Reaktion dazu kam. Wir sind noch einen Schritt weitergegangen, als wir letztes Jahr, in Zusammenarbeit mit schwul-lesbischen Verbänden und Vertretern der Politik den Reggae Compassionate Act Berlin (RCA Berlin) verfasst haben. Wir veranstalten nur noch Konzerte von Künstlern, die den RCA Berlin unterschreiben. Dies hat Sizzla getan.“, so die Begründung.

„Wir akzeptieren die Haltung, dass das für viele nicht ausreichend ist. Zu diesem Thema ist eine weitere Auseinandersetzung notwendig.
Wir sind jedoch der Meinung, dass es nicht die Aufgabe eines einzelnen Veranstalter sein kann, diese Veränderungen zu erwirken, sondern die Aufgabe der schwul-lesbischen Verbände Deutschlands und ihrer Partner weltweit sowie der Politik, auf diese Problematik weiterhin aufmerksam zu machen und eine weltweite Gültigkeit des RCA zu erreichen.
 
Die Kulturbrauerei war und ist immer ein Ort für den Dialog zwischen den Kulturen und natürlich auch für die Auseinandersetzung bei kulturellen Konflikten. Wir werden uns deswegen nicht für eine Absage des Konzertes entscheiden, sondern die Gelegenheit bieten, dass diese Auseinandersetzung einen konkreten Raum bekommt“, heißt es weiter.
Foto:(cc)Chico Urbanus,flickr.com

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