Freitag 18.05.2012 05:03:31
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Keine Bühne für Hass-Musik in München

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(PRIDE1.de/ml) Am 19. Februar soll im Münchner Backstage die jamaikanische Band T.O.K. auftreten. T.O.K. ist eine der jamaikanischen Dancehall-Bands, die in einigen ihrer Songs offen zu Mord und Totschlag an schwulen Männern aufrufen.


Im T.O.K.-Song "Chi Chi Man" wird dazu aufgerufen, schwule Männer zu verbrennen, zu ermorden, zu erschießen. "Alle Schwulen müssen sterben, das ist eine Tatsache", heißt es wörtlich. In Jamaika kommt es nach Dancehall-Konzerten immer wieder zu Hetzjagden auf (vermeintlich) schwule Männer.
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im August 2008 auf Antrag des LSVD die CD "My Crew, my Dawgs" von T.O.K. wegen schwulenfeindlicher Texte indiziert.

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) protestiert gegen den geplanten Konzertauftritt und fordert die Absage: „Wir sind der Auffassung, dass Interpreten, die zuhause oder sonst wo zu Mord und Totschlag aufrufen, hierzulande kein Forum geboten werden darf. Deshalb haben wir heute das Polizeipräsidium München informiert und gebeten, präventiv gegen mögliche Straftaten vorzugehen“, so Klaus Jetz der Geschäftsführer des LSVD.

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